Bei Kyra zu Besuch ist der alte Tanaka, der nach dem Tod der
Eltern Kyras Erziehung übernommen hatte, begleitet von
seinem schweigsamen Neffen Taro. Vielleicht erinnert sich Kyra
deshalb plötzlich deutlicher an das Vergangene.
Tanaka verfolgt geheime Ziele mit seinem Besuch bei Kyra.
Seiner »Familie«, deren Oberhaupt er ist, droht
Verrat durch den jungen Amerikaner Jason, dem es gelang, belastende
Informationen zu sammeln, mit denen er Tanakas Organisation
erpressen will.
Kyra ahnt nichts von Tanakas Absichten und Tanaka muss plötzlich
erkennen, dass sein Neffe Taro ein heimliches Spiel treibt,
in dem es um sein Leben und um das von Kyra geht, die er aus
Eigensinn immer hatte schützen wollen, obwohl sie damals
zusammen mit ihren Eltern sterben sollte.
Karin sucht Sailers kollegialen Rat für Kyras Therapie.
Als Jason plötzlich verschwindet, kommt Kyra in eine Krise,
sie fürchtet, Jason in einem Trancezustand etwas angetan
zu haben. Karin sucht juristische Hilfe bei dem Rechtsanwalt
Ansbach, ihrem ehemaligen Liebhaber. Ansbach nutzt den Kontakt
mit Karin, um erneut um sie zu werben. Sailer sieht sich in
Konkurrenz. Als seine Tochter Maria, Schülerin in Kyras
Kampfsportschule sich schließlich mit Kyra befreundet,
gerät Sailer endgültig in eine Zwickmühle.
Kyras Erinnerungen werden immer klarer. Sie muss erkennen,
dass ihre Eltern erpresst wurden und dass sie selbst dabei
eine Geiselrolle spielte. Schlimmer noch, sie begreift, welche
Rolle ihr »Großvater« Tanaka dabei gespielt
hat.
Tanaka bleibt nicht mehr viel Zeit. Er muss seinen Gegner überrumpeln,
damit er sein Vermächtnis in der »Familie« durchsetzen
und – vielleicht – Kyras Leben retten kann.
Erst von einem seiner Patienten, dem sonderbaren Herrn Eller,
erhält Sailer einen unerwarteten Hinweis, der ihm hilft,
Tanakas Geheimnis zu lösen. Es kommt zu einem Wettlauf
um Kyras Leben und zu einem Kampf, bei dem für kurze Zeit
Japans Edo-Zeit mit ihren Ränken und Kriegermythen wieder
auflebt.
Erschien 2009 im Emons
Verlag Köln. | Leseprobe
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